[Blog] Webshops erstellen und betreiben

Webshopbetrieb als Genossenschaftsmodell sinnvoll?

Heute stiessen wir auf die Offerte eines Webshops, sich an ihm als Genossenschafter beteiligen zu können. Dies lies uns nachdenklich werden. Spontan fragten wir uns: Was soll das denn? Also gingen wir der Sache nach und stellten fest: Immer das gleiche Lied. Es handelt sich um einen Anbieter, der einst erfolgreich Inhaber geführt begann, dann in die Hände windiges sogenannter "Investoren" kam und jetzt vor dem Konkurs steht. Der "Investor" oder sollte wir besser sagen die Heuschrecke fraß alles kahl und machte Kasse. Übrig blieb eine Hülle mit einer Handvoll Mitarbeiter, die natürlich jetzt um ihren Job bangen.

Trotzdem müssen wir sagen, dass die nun gewählte Form, das Unternehmen in Form eines Genossenschaftsmodells retten zu wollen, der definitiv falsche ist. Er wird nur zu einem Sterben auf Raten führen, wie es in den vergangenen Jahrzehnten unendlich vielen Genossenschaftsmodellen beschieden war. Bleibt aber die Frage, warum ist das so? Die Antwort ist ganz einfach.

Sie beginnt mit der Frage, wer soll denn bitte schön Genossenschafter werden? Doch nicht etwa die Kunden? Wer so anfängt, wie auf der homepage der in Gründung befindlichen Genossenschaft zu lesen, der hat schon verloren. Anbieter und Kunde das sind nun einmal Anitpoden, die nicht zusammenpassen können. Dies erklärt sich allein aus der sich diametral entgegenstehenden Interessenlage.

Der Anbieter muss bei Strafe seine Unterganges Gewinn erwirtschaften, was Einfluss auf den Preis hat. Der Kunde hat aber ebenso bei Strafe seines Unterganges ein berechtigtes Interesse daran, einen möglichst günstigen Preis zu erzielen. Ist jetzt der Kunde Genossenschafter befindet er sich automatisch in einem permanenten Interessenkonflikt, den er aber nie lösen kann.

Denn nun passiert folgendes: Stimmt er als Genossenschafter Preiserhöhungen zu, um bspw. so Investmittel zu erwirtschaften, hat er abends zu Hause ein Problem, seinem Lebenspartner zu erklären, warum er da für teuer Geld einkauft, wenn es die Sachen vielleicht woanders billiger gibt. Stimmt er gegen Preiserhöhungen nimmt er seiner Genossenschaft die Möglichkeit zu investieren. Ein Teufelskreis beginnt, der auch in anderen Branchen zu beobachten ist.

So beklagte vor kurzem die Vertreterin einer städtischen Wohnungsbaugenossenschaft an der Küste zurecht die widersprüchliche Forderung von Studenten billigen Wohnraum anzubieten und gleichzeitig neue Wohnungen zu bauen. Sie sagte sinngemäß: "Wenn wir permanent die Mietpreise niedrig halten, dann ist eben kein Geld für Neubau da. Wo soll es denn herkommen?"

Genau dieses Schicksal blüht dem Betreiber besagten online shops. Ein Webshop ist nun einmal auch nichts anderes als ein ganz normales Unternehmen. Also bleibt nur zu sagen: Finger weg von solchen Experimenten. Da ist Ärger vorprogrammiert.

Social Media - Sinnvoll oder nicht?

Mit einer Frage dieser Art konfrontierte uns dieser Tage eines der vielen sogenannten Marktforschungsinstitute, kurz MaFo genannt. Auch sonst hatten wir den Eindruck, dass diese Woche unter dem Stern der Abzocker und Wissenschnorrer stand. Nur mal ehrlich, arbeiten Sie gern ausschließlich für Gottes Lohn? Wohl kaum!

Den Reigen eröffnete eine große Zeitung aus dem Berliner Raum, die uns Konditionen für Anzeigenschaltungen anbot, wo wir uns spontan fragten, ob dies nicht schon Wucher ist. Es folgte ein Anrufer, der uns in einem mehr oder weniger unbekannten Magazin über Angeln zu Anzeigenschaltungen bewegen wollte. Allein schon die Tatsache, dass er mit unterdrückter Nummer anrief spricht Bände.

Kurz darauf flatterte Post einer Erhebung über den Abverkauf erzgebirgischer Weihnachtsartikel in unseren Briefkasten. Hierzu nur mal ganz nebenbei: Wir bieten gar keine erzgebirgischen Weihnachtsartikel auf unseren Shops an. Heute nun zum Wochenende hin erreichte uns eine Umfrage, ob wir Social Media toll oder weniger toll finden.

Dazu können wir nur sagen: Das geht die Damen und Herren Befrager schlicht weg nichts an! Wer heute wie auch immer einen online shop betreibt, der kommt so oder so nicht an Social Media vorbei. Nur warum soll der online shop Betreiber hier Geschäftsgeheimnisse ausplaudern? Vor allem noch vor dem mehr oder weniger vermessenen Hintergrund, nicht einmal eine Gegenleistung für seine Arbeit, nämlich der Teilnahme an der Befragung zu erhalten.

Was soll denn bitte schön das Profilieren auf Kosten anderer? Denn anders können wir die Tatsache nicht interpretieren, die online shop Betreiber dieser Welt zu ermuntern, ihre kostbare Zeit für eine Befragung zu investieren, die natürlich anonym ist (wir können uns vor lachen gerade nicht mehr halten) um dann die Aussicht zu haben, an einer Verlosung teilnehmen zu dürfen. Kann man da nicht wenigstens erwarten, dass man als Dankeschön das Ergebnis der Befragung kostenfrei zugesandt bekommt?

So ist nämlich folgendes sehr wahrscheinlich:

  • Wer garantiert denn, dass die Antworten auf die Fragen wirklich der Wahrheit entsprechen, wenn man einfach mal so Leute befragt, die man gar nicht richtig kennt?

  • Wer kann eine Garantie dafür geben, dass bspw. das Kreuz beim Verkauf über Auktionsplattformen auch der Wahrheit entspricht? Dito bei allen anderen Fragen!

  • Nur wenn nicht einmal die Authentizität der Befragung sicher gestellt ist, dann ist doch die Frage, wie aussagekräftig diese ist?

  • Und wenn schon diese Frage im Raum steht, dann ist die Frage, warum eigentlich Geld für den Kauf der Ergebnisse dieser Befragung ausgeben?

So bleibt nur zu sagen: Finger weg von Befragungen dieser Art! Die so gesparte Zeit können Sie als Betreiber eines Webshops wesentlich sinnvoller investieren. Bspw. in die Pflege des Artikelstamms oder von Kundenkontakten. Da kommt definitiv mehr heraus, als via online Befragung die Arbeit anderer Leute für Gottes Lohn zu tun.

Trendgarantien finden wir absolut toll!

Da lesen wir doch gerade, dass einer dieser SEOs dieser Welt mit einem kostenlosen Check des online shops wirbt und gar eine Trendgarantie verspricht. Was es nicht alles gibt. Wir versprechen ja auch gern mal dies und das, aber eine Trendgarantie haben wir noch niemanden versprochen. Wie soll das auch gehen? Vor allem wenn mal wieder die Homepage des Versprechenden vor Denglisch nur so strotzt. Wir können nämlich auch Karate und andere Fremdworte. Selten so gelacht können wir dazu nur sagen. Warum?

Schauen wir doch einfach einmal die letzten 20 Jahre zurück. Was gab es da in der IT nicht alles für tolle Trendgarantien. Der eine versprach im Köln Bonner Raum ein zweites Silicon Valley aufzubauen, der nächste war der Meinung, dass nur objektorientierten Datenbanken die Zukunft gehört. Der Dritte versuchte sich im orakeln um das sogenannte Knowledge Management. Gegriffen haben diese Trends genauso wenig, wie die vielen anderen vollmundigen Trendversprechen bzw. Trendgarantien aus New Economy Zeiten.

Geblieben ist aber eines: Der Computer besteht nach wie vor aus mindestens einer CPU, einem Arbeitsspeicher, dem Datenträger sowie einer Ein-und Ausgabeeinheit. Die guten alte von Neumann Architektur, wie sie seit Mitte der 1940er gelehrt wird. Geändert hat sich lediglich die Technologie. Heute brauchen wir eben keine Lochkarten mehr. Heute haben wir auch schicke LCD Bildschirme.

So bleibt uns bezüglich des Versprechens einer Trendgarantie nur zu sagen: Ja, wir sind definitiv für die Einführung von Trendgarantien. Nur sollte man den Trendgarantiegeber auch definitiv an seinen Prognosen messen. Trifft die Trendgarantie ein, dann wird seine Arbeit fürstlich honoriert. Trifft die Trendgarantie aber nicht ein, dann sollte er auch so fair sein, auf sein Honorar zu verzichten.

Es reicht wenn wie weiland Ende der 1990er tausende Anleger den Propagandisten einer sogenannten Volksaktie vertrauten und heute feststellen: Außer Spesen nichts gewesen. Wir haben selbst einmal Ende der 1990er bei einem dieser Trendforscher Dienst getan. Er versprach noch Anfang 1999 dass seine Aktie zum Ausgabepreis von damals 20,00 DM schnell das doppelte wert sein werde. Diesen Kurs erreichte diese Aktie nie. Heute wird sie schon lange nicht mehr gehandelt. Heute ist derjenige, der einst im Jahre 1999 große Töne spuckte schon längst aus dem Management besagter Gesellschaft verschwunden. Daran mussten wir denken, als wir o.g. Trendversprechen lasen.

Wohl dem, der damals die Finger von diesen Aktienkäufen lies. Wohl dem, der in richtige Suchmaschinenoptimierung investiert.

Auch die Moderation von Web 2.0 Foren will gelernt sein

Web 2.0 Foren sind ein beliebtes Medium des Gedankenaustausches geworden. Unendlich viele davon gibt es auf dieser Welt und natürlich auch zu unendlich vielen Themen. Wohl jeder wird da das passende für sich selbst finden. Nur oft sind es dann die Administratoren der Foren, die sich gern wie kleine Götter benehmen. Das kann aber ganz gewaltig nach hinten losgehen.

Vor nunmehr über zwei Jahren flogen in diversen Web 2.0 Foren dieser Welt die Fetzen, wenn es jemand wagte nur ansatzweise die ach so gefährliche Schweinegrippe in Frage zu stellen. Schnell wurde der Fragende zum Buhmann und von manch Admin der Türe verwiesen. Heute wissen wir alle, dass die Schweinegrippe nur denen diente, die an dem Impfstoff kräftig verdienten und gegen verantwortliche Iniatoren ermittelt wird.

Wir wissen weiterhin, dass genau deshalb heute so manch Web 2.0 Forum vor sich hindümpelt. Wer opfert schon gern seine Zeit, um dann auch vom Admin recht harsch der Türe verwiesen zu werden. Zumal wir ja hier in Deutschland leben und Meinungsfreiheit grundgesetztlich garantiert ist. In Artikel fünf unseres Grundgesetzes steht nicht ohne Grund: "Eine Zensur findet nicht statt." Das gilt für den Chefredakteur einer weltbekannten Tageszeitung genauso wie für den Moderator eines Web 2.0 Forums.

Gerade lesen wir nun, dass in einem Web 2.0 Forum die Administratorin das Handtuch geschmissen hat. Sie schreibt, dass ihr die Zeit mit den Usern wohl zu schade ist und das ihr so etwas wohl noch nie passierte. Letzteres können wir nicht prüfen. Ersteres macht uns nachdenklich. Wenn der Admin des Web 2.0 Forums hinschmeißt, dann hat er seine Rolle als Administrator nicht verstanden.

Er soll nämlich als Admin moderieren und nicht zensieren. Logisch, dass da die Forenteilnehmer auf die sprichwörtliche Barrikade gehen. Logisch auch, dass die Werbepartner des Forums dies alles sehr kritisch sehen werden. Denn sie sind es, die dafür bezahlen, dass ihre Werbung gesehen wird. Wenn aber niemand mehr etwas sinnvolles in besagtes Web 2.0 Forum reinschreibt, dann liest darin auch niemand mehr. Wenn aber niemand mehr darin liest, dann ist das Forum tot und der Sinn und Zweck der Bannerwerbung verfehlt.

Da hilft dann auch der "beste" denglische Begriff nicht, mit dem besagte Administratorin ihrem Ärger Luft machte. Er trug nur noch zur Verschärfung der Situation bei, was besagtem Web 2.0 Forum eher wenig dienlich war bzw. ist.

Wie verbessern Sie Ihr Ranking wirklich?

Heute rief mal wieder einer der abertausend Suchmaschinenoptimierer dieser Welt an und wollte nur unser bestes, nämlich unser Geld. Nur ging der Anrufer recht plump vor, was auf einen wenig geschulten Callcenter Out Bound Agent schließen lies. Tja, auch das Call Center Outbound Geschäft muss man halt verstehen. Outbound heißt jedenfalls nicht, dem Kunden einen Schwachsinn erzählen, den nicht einmal ein Dreikäsehoch mehr glaubt.

Wer da sinnigerweise um die Ecke kommt, er würde dafür sorgen, dass man bei Google & Co. im Textteil erscheint, der scheint nicht viel auf dem Kasten zu haben. Denn das ist beileibe nicht alles, was man für ein gutes Ranking braucht. Google hat schon recht, wenn es auf seinen Webmaster Guidelines schreibt, man solle Inhalte so schreiben, dass sie dem User und nicht der Suchmaschine dienen.

Diesen Effekt beobachten wir in der Tat immer wieder. Bei uns kaufte noch nie eine Suchmaschine ein. Komisch? Nein, gar nicht komisch! In jedem Webshop dieser Welt kaufen Menschen ein! Denn nur Menschen können ein beliebiges Produkt X auch konsumieren. Suchmaschinen ist es ehrlich gesagt schnuppe, was das neue Auto, die neue Waschmaschine oder was man sonst noch online verticken kann, wirklich kann. Die Suchmaschine wird sich eher nicht an das Lenkrad setzen oder die Wäsche aus dem Trockner nehmen. Auch das tun immer noch Menschen und das wir aller Wahrscheinlichkeit nach noch eine Weile so bleiben.

So ist auch nachvollziehbar, dass die Google Guidelines davon sprechen Tricks u.a. Unsinn zu lassen, um die Suchmaschine Ihrer Wahl manipulieren zu wollen. Lassen Sie es einfach und investieren Ihr Geld in sinnvolle Werbung. Das können Google AdWords sein, das kann eine Zeitungsanzeige sein oder ein Blogbeitrag wie dieser. Seien Sie einfach Sie selbst. Sie werden sehen, dann klappt es auch mit dem Nachbarn.

Und lassen Sie die Anrufer dieser Welt ruhig mit Begriffen wie SEO, SEM, OPR, SMM u. ä. um sich schmeißen. Wir können auch Karate u.a. Fremdworte.

Der Fehler sitzt vor dem Bildschirm zwischen den Ohren

Diesen Spruch hörten wir Anfang der 1990er und haben uns über ihn köstlich amüsiert. Ein aktuelles Supporterlebnis im Umfeld GPS basierter Ortung mittels Smartphone lies uns spontan an diesen uralten Spruch denken.

Da ruft uns aufgeregt ein Kunde und beschimpfte uns, dass wir dachten er ist anscheinend nicht mehr Herr seiner Sinne. Kann ja alles mal vorkommen, dachten wir uns. Auch wir sind manchmal nicht mehr so gut drauf. Also was soll´s, mit über 25 Jahren IT und natürlich auch Supporterfahrung bringt uns auch ein exentrisch daher kommender Choleriker so schnell nicht aus der Ruhe.

Wie wir so dabei sind diese und jene Frage zu stellen, merkten wir, dass unser Kunde am anderen Ende der Leitung immer leiser wurde. Ab und an war es ganz still. Ja richtig mucksmäuschenstill war es. Man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören. Was war also geschehen? Ganz einfach: Der Fehler saß in diesem Falle nicht vor dem Bildschirm sondern vor dem Display aber trotzdem genau zwischen den berühmten Ohren.

Es war das im Englischen auch als RTFM bekannte Phänomen. Es galt einfach einmal wieder: Read the fucking manual, lies das verdammte Handbuch. Denn plötzlich klappte es mit dem Nachbarn. So einfach kann die Welt eben sein.

Auch bei DHL geht mal was kaputt - Trotzdem sind wir sehr zufrieden!

Ja das stimmt, auch bei DHL geht mal etwas kaputt. Wo gehobelt wird, da fallen Späne sagt der Volksmund nicht ohne Grund. Die Frage ist nur, wie der Versender, in diesem Falle DHL mit einem Transportschaden umgeht. Wir haben die angenehme Erfahrung gemacht, dass dies im vergangenen Jahr 2011 von DHL zu unserer vollsten Zufriedenheit erfolgte. Deshalb verstehen wir auch die vielen auf deutsch gesagt Meckerköpfe nicht, die in diversen Web 2.0 Foren ihrem Unmut Luft machen. Wir hatten im Jahre 2011 keinerlei Probleme bei der Regulierung von Transportschäden.

Dafür aber in den Jahren zuvor, als wir mit einem anderen Logistiker versandten sehr wohl. Der lies uns einfach abblitzen und glänzte mit herablassender Arroganz. Nur kommt eben Hochmut oft vor dem Fall. In diesem Fall waren wir es, die Ende 2010 die Reißleine zogen und zu DHL wechselten, was nicht zu unserem und vor allem nicht zum Schaden unserer Kunden war.

Für uns war die Zusammenarbeit mit DHL im letzten Jahr sehr angenehm. Nachvollziehbar dass wir keinen Grund sahen, den Versender zu wechseln. Im Gegenteil. Wir werden die Zusammenarbeit mit DHL noch ausbauen. Laufen doch die Planungen für unsere Vildmarksbutik im südostschwedischen Målerås auf Hochtouren. Zu Ostern ist die Eröffnung geplant.

Logisch, dass wir dann auch von Målerås unsere skandinavischen Kunden bedienen werden. Dass der Versand dann mit DHL Sverige läuft, ist für uns selbstverständlich. Warum sollten wir auch Roß und Reiter wechseln?

Wie bei Zahlungsausfällen im Onlinehandel reagieren?

Diese Frage wird wohl mehr als einmal den einen oder anderen Betreiber eines online shops bewegt haben. Denn so manch Kunde nimmt es mit der Zahlungsmoral leider nicht so genau. Wie auch, wenn ihm doch von der großen Politik leider vorgelebt wird, dass der kleine so nebenbei erschlichene Vorteil anscheinend nichts ehrenrühriges mehr ist. Was dem einen seine Bonusmeilenaffäre ist, ist halt dann leider dem anderen sein kleiner online Betrug.

Wie auch, wenn die öffentlich rechtlichen Medien in den unendlichen Ratgebersendungen zwar laufend die Keule über dem ach so bösen abgott häßlichen online Händler schwingen, aber der Tatbestand des Zahlungsausfalles im Onlinehandel, also des Betruges eine wirklich eher unter geordnete Rolle in der Darstellung der vielen sogenannten Ratgebersendungen spielt.

Denn nichts anderes ist es, wenn ein Kunde bei einem online Händler Ware bestellt und diese dann nicht bezahlt. Aus der Erfahrung heraus sind es interessanterweise oft eher geringe Beträge zwischen 20 und 100 €, die zu Zahlungsausfällen führen. Die Ursache dafür ist recht einfach erklärbar: Der oder die online Betrüger gehen davon aus, dass der online Händler dies einfach als Verlust ausbucht, weil sich der Aufwand der Verfolgung oft nicht zu lohnen scheint.

Dies ist auf den ersten Blick verständlich, unterstützt aber damit nur diejenigen, die genau auf diesen kleinen Betrug aus sind. Als uns diesbezüglich vor nun bald über fünf Jahren ein befreundeter Geschäftspartner sagte, er bringe deshalb jeden dieser Zahlungsausfälle im Onlinehandel bei der Polizei zur Anzeige da staunten wir nicht schlecht und dachten erst: Das kann man doch nicht machen, das muss einfacher gehen.

Nun mussten wir leider in zwei Fällen erleben, dass es eben manchmal leider nicht anders geht. Nach dem die Frist der jeweils dritten Mahnung verstrichen war, erstatteten wir in beiden Fällen bei der Polizei Anzeige. Dies geht dank der Internetwache im Land Brandenburg recht schnell und unkompliziert. Man füllt ein online Formular aus, hängt die relevanten Dokumente daran und klickt auf senden. Den Rest erledigt Dein Freund und Helfer.

Hier möchten wir an dieser Stelle ein ganz großes DANKESCHÖN!!! an die Kolleginnen und Kollegen der Polizei senden, die uns bei der Lösung beider Fälle unterstützten. Die Zusammenarbeit mit der Polizei verlief reibungslos und zeigte vor allem den gewünschten Effekt. Wir haben das uns zustehende Geld samt Mahngebühr erhalten.

Also zögern Sie nicht! Sollten Ihnen als online Händlerin oder online Händler gleiches wieder fahren, erstatten Sie einfach Anzeige bei der Polizei. Sie helfen so auch mit, dass unsere Welt wieder etwas ehrlicher wird.

e-Government in Dänemark ein Flop?

Diese Überschrift ging uns durch den Kopf, als wir heute Morgen in der dänischen Jyllands Posten unter http://jp.dk/indland/article2658578.ece lasen, dass die Einführung des neuen IT Systemes Polslag (Pulsschlag) in Zeit und Kosten weit über Budget liegt und den dänischen Steuerzahler weiteres Geld kosten wird. Auch bei anderen dänischen e-Goverment Lösungen sieht es nicht anders aus. Die Zeitung verweist beispielhaft auf die seit Jahren geplante und nie so richtig realisierte Einführung der elektronischen Patientenakte u.a. e-Government Lösungen.

Dies wird vielen in der Branche tätigen Deutschen irgendwie bekannt vorkommen. Im Juni 2003 tönte die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bei der Übergabe der Expertise der Spitzenverbände der Industrie "Telematikarchitektur im Gesundheitswesen", an der ich als Projektmanager mitwirken durfte, vollmundig, dass spätestens zum 01.01.2006 die elektronische Gesundheitskarte bundesweit Realität ist. Heute im Januar 2012, also genau sechs Jahre später wissen wir: Außer Spesen nichts gewesen.

In gleichem Zeitraum, d.h. im Jahre 2003 plante das Innenministerium des Landes Brandenburg die Einführung des Brandenburger Online Amtes, kurz BOA genannt. Vollmundig wurde der Welt verkündet, dass zukünftig im Land Brandenburg alle e-Government Prozesse natürlich im Interesse des Bürgers elektronisch abgewickelt werden und damit Brandenburg eine bundesweite Vorreiterrolle . Auch hier gilt heute, neun Jahre später: Außer Spesen nichts gewesen. Nicht einmal die Anmeldung der Hundesteuer kann man elektronisch machen. Geschweige denn, dass es möglich ist, bei Bedarf mit dem Gewerbeamt o. a. relevanten Bürgerdiensten zu kommunizieren.

Dies sind nur zwei Beispiele aus Deutschland. Der Insider wird neben der vergeigten Jobkarte und der mehr als verspäteten Einführung der LKW Maut bestimmt ad hoc noch weitere nennen können. Worin liegen dann aber die Ursachen für die immer wieder gleichen Effekte? Diese Frage ist vor allem im Kontext dessen interessant, dass es ja anscheinend in anderen Ländern wie oben zu sehen gleiche Probleme gibt.

Eine Ursache liegt unseres Erachtens nach darin, dass im Regelfall politisches, permanent Wahlkampf getriebenes Denken mit der Realität divergiert und wie am Beispiel der deutschen Gesundheitskarte (eGK) zu sehen, die Politik nicht in der Lage ist, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Ein Politiker hat nun einmal nur ein Ziel: Er will wieder gewählt werden und wird deshalb auf Teufel komm raus das versprechen, was der Wähler hören will. Aber beide, der Politiker und der Wähler können gar nicht einschätzen, was es bspw. praktisch heißt, bundesweit die eGK oder landesweit BOA einzuführen. Das ist eben nun mal nicht damit getan, in den nächsten Supermarkt zu gehen und einen Rechner ans Netz anzuschliessen.

Der zweite Grund liegt sehr wahrscheinlich darin, dass sich genau diese Politiker gern mit Leuten umgeben, die ihnen zu Munde reden und den Politiker in seinem Ansinnen bestärken. Kritische Stimmen sind da schnell außen vor. Sekundär über welche Fachkenntnisse diese verfügen. Anstelle dessen treten oft Menschen in das Rampenlicht, die sehr selbstbewusst von Dingen reden, deren wahren Kern sie gar nicht verstanden haben. Oft fragt man sich, ob diese Leute während ihres Studiums noch einige Semester Schauspielunterricht belegten. Dies erlebten wir unlängst in einem Projekt in NRW (Nordrhein Westfalen). Wer halt bspw. nicht weiß, dass PHP eine Interpretersprache ist und anstelle dessen von seinen Programmiern krampfhaft die Installation einer Client Software verlangt, macht sich selbst lächerlich.

So charakterisieren vielleicht zwei alte deutsche Sprichwörter das Dilemma gescheiterter e-Governmenet und gescheiterter e-Health Lösungen am besten: Schuster bleib bei Deinen Leisten und Rom ist auch nicht an einem Tage gebaut.

Wenn das deutsche Bundesministerium für Gesundheit und Soziales (BMGS) im Jahre 2003 dem Vorschlag der Industrie gefolgt wäre und den damals zwischen Flensburg und Ingolstadt im entstehen begriffenen Keime einer e-health Telematikarchitektur eine reale Chance gegeben hätte, dann hätte sich die eGK in Deutschland von ganz allein eingeführt. Von Flensburg bis Zugspitze gab es viele engagierte Mediziner und IT Fachleute, die an sehr interessanten Lösungen arbeiteten.

Diese wussten auch am besten, wie mit Fragen der Datensicherheit, Hochverfügarkeit und der Interoperabilität der im deutschen Gesundheitsmarkt vorhandenen IT Systeme umzugehen ist. Diese wussten auch, dass ein uralter Leitsatz des IT Projektmanagements, think big and start small, auch im Segment des e-Health seine Berechtigung hat. Denn er ist nichts anderes als die englische Version des deutschen Sprichwortes: Rom ist auch nicht an einem Tage gebaut worden.

Suchmaschinenfreundlichkeit und Strato - paßt das wirklich nicht zusammen?

Dieser Tage stießen wir in einem der Web 2.0 Foren dieser Welt auf einen Post, wo ein vermeintlicher SEO der Meinung war, dass Suchmaschinenfreundlichkeit und Strato einfach nicht zusammen passen. Dies lies uns sehr nachdenklich werden. Arbeiten wir doch nun schon seit über fünf Jahren ausschließlich mit Strato Tools und setzen diese auch bei unseren Kunden ein. Nur komisch, dass sich noch niemand unserer Kunden darüber beschwert hat. Bleibt die spannende Frage, was den Autor zu dieser Meinung veranlasste?

Vielleicht liegt es einfach darin, dass er nicht die Rolle von Strato und den von Strato zur Verfügung gestellten Werkzeugen (Tools) verstand? Strato ist aus unserer Sicht ein Dienstleister (Provider) der Software in Form des Application Service Providing (ASP) zur Verfügung stellt. Ohne jetzt Strato zu nahe treten zu wollen, bietet sich hier Vergleich zu einem Baumarkt an.

In jedem Baumarkt dieser Welt kann man diverse Werkzeuge kaufen. Der eine hat damit mehr Erfolg, der andere weniger. Wer mit zwei linken Händen in den Baumarkt geht, dem wird die beste Maschine dieser Welt nichts nützen. Er wird nicht den berühmten Nagel in die Wand geschlagen bekommen.

Wer nicht in der Lage ist, mit den von Strato angebotenen Tools zu Rande zu kommen, dem nutzen auch die besten Strato Tools dieser Welt nichts. Wer aber dann noch von sich behauptet, sich mit der Suchmaschinenfunktion von Google & Co. perfekt auszukennen, der deklassiert sich mit o. g. Meinung von selbst. Gerade derjenige, der vorgibt, Suchmaschinen perfekt optimieren zu können, sollte sich mit den entsprechenden Werkzeugen auskennen. Denn die ASP Provider dieser Welt können auch nur die Software ihren Kunden zur Verfügung stellen, die am Markt verfügbar ist. Also ist es besser die Kirche einfach im Dorfe zu lassen. Strato ist ein sehr zuverlässiger ASP Provider, den wir zu schätzen gelernt haben. Strato nimmt uns aber verständlicherweise nicht die für Suchmaschinenoptimierung nötigen Aktivitäten ab.

Das ist und bleibt nun einmal Aufgabe des Webshopbetreibers. So ist es für uns auch sekundär, ob man mit ePages, OXID oder einem anderen Tool arbeitet. Denn auch hier kommt es darauf an, was man mit den Funktionen der online shops macht. Hier gilt einfach das Jahrzehnte alte GiGo Prinzip (Garbage In = Garbage Out). Gibt man in eine beliebige Software dieser Welt Datenmüll hinein, dann wird genau diese Software auch Datenmüll ausgeben.

Google AdWords zweckmäßig anwenden

Immer wieder erreichen uns diverse Angebote der SEO Agenturen dieser Welt, uns beim Schalten von Anzeigen via Google AdWords unterstützen zu wollen. Ein besonders dreistes Angebot wurde uns im Dezember 2011 unterbreitet. Da wollte einer der SEO Agenturen dieser Welt tatsächlich einen Betrag von 850,00 € netto monatlich von uns, um dann für uns Google Anzeigen zu schalten. Den Gipfel bildete dann noch die geforderte Mindestlaufzeit von 12 Monaten. Da fragt man sich ernsthaft, was sich manche SEOs so denken.

Allein schon der Gedanke innerhalb eines Jahres den Betrag von 10.200 € fest einplanen zu müssen, läßt jeden nüchtern denkenden Unternehmer ergrausen. Denn dann ist es besser, gleich jemanden einzustellen. Von diesem kann man sich nämlich im Falle des Falles innerhalb der Probezeit trennen. D.h. das Risiko wird schlicht weg halbiert. Denn im Falle des Falles hat man dann "nur" 5.100 € in den Sand gesetzt, was aber auch schon sehr viel ist.

Neben diesem Aspekt ist aber noch ein anderer viel interessanter. Es ist der Aspekt der Sortimentskenntnis. Denn dieser hat in erster Linie Einfluss auf die erfolgreiche Schaltung von Google Anzeigen. Wer da nur mittels Keyword Tool u.a. Werkzeugen hantiert, wird schnell erleben, dass das Ergebnis das nicht das gewünschte Resultat zeigt. Diese Sortimentskenntnis hat im Regelfall der Betreiber eines online shops, aber nicht der SEO.

Er agiert meist nur mit Tools ala Keyword Tool, welches wir auch selbst gern nutzen. Da aber dieses wie auch jedes andere Tool letztlich nur eine Maschine ist, also nicht denken kann, ist die logische Konsequenz, dass die Tools dieser Welt halt nicht perfekt sind.

Was hilft es Ihnen bspw. wenn das Keyword Tool Ihnen beim Suchbegriff "Merinowolle Pullover" Herrenrollkragenpullover und T-Shirts empfiehlt, wenn Sie beides nicht im Sortiment haben? Nichts! Was hilft es Ihnen, wenn Sie deshalb erst dem SEO erklären müssen, welche möglichen Suchbegriffe er ausschalten soll? Ebenfalls nichts! Denn es ist Ihre Zeit, die Sie hier investieren. Warum sollten Sie dann auch noch Geld dafür bezahlen, den SEO Ihrer Wahl zu bezahlen?

Ist es da nicht besser, sich selbst etwas näher mit den bei Google AdWords gebotenen Tools zu beschäftigen? Erstens sparen Sie recht viel Geld, wie unser o.g. Beispiel zeigt und zweitens können Sie so viel effektiver die mittels Keyword u.a. Tools vorgeschlagenen Suchbegriffe Ihrem Sortiment anpassen. Wenn man dann noch jeden Tag so um die 30 Minuten für die Analyse der mittels Google AdWords geschalteten Anzeigen aufwendet, wird man sehr schnell feststellen, dass Google AdWords sehr effektiv und Kosten günstig sein können. Und wenn Sie dann noch etwas Geld übrig haben, sagen wir bspw. die o.g. monatlichen 850 Euro, dann sind diese wesentlich besser in neue Anzeigen bei Google AdWords investiert.

Dann passiert es Ihnen auch nicht, dass allein ein möglicher Tippfehler bei der Verwendung des Wortes Golf zu fatalen Auswirkungen führen kann. Bietet schon das Wort Golf im Deutschen verschiedene Interpretationsmöglichkeiten, ist das versehentlich mit v geschriebene Wort Golv fatal. Golv mit v geschrieben ist im schwedischen der Fussboden. Doppelt dumm für den, der Golfzubehör anbieten will und dann im Segment schwedischer Fussbodenleger landet. Denn seine Anzeigen verpuffen dann regelrecht.

Bleibt die alles entscheidende Frage: Ob dies auch "unser" SEO mit den monatlich 850 € wusste?

Unsere Erfahrungen mit Webshop CRM

Wie in jeder anderen Kundenbeziehung auch, steht und fällt ein erfolgreicher Webshop / online shop mit dem Kundenbeziehungsmanagement auf neudeutsch CRM (Customer Relationship Management) genannt. Am Markt sind diverse CRM Systeme verfügbar. Trotzdem machten wir uns die Mühe, ein eigenes kleines, genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenes CRM System zu entwickeln. Denn immer wieder erlebten wir in diversen CRM Projekten, die wir in den letzten zehn Jahren begleiten durften, dass Individualität doch so ihre Vorteile hat.

Allein schon die Tatsache, dass im Regelfall jedes am Markt verfügbare CRM System angepasst werden muss und das customizing von CRM Systemen ganz schön ins Geld gehen kann, legt die Überlegung nahe, dann doch dieses Geld gleich in eine Eigenentwicklung zu investieren. Da weiß man dann auch was man hat. 

Bei unserem CRM System verfolgen wir strikt den Gedanken nicht alles auf Teufel komm raus zu automatisieren. So werden mögliche Fehlerquellen von vornherein minimiert. Weiterhin hat dieses Verfahren aus Sicht des Datenschutzes und der Datensicherheit seine Vorteile. 

Dies betrifft vor allem die das manuelle Anstossen von Lastschtiften sowie die manuelle Erfassung aller Bestellung in unserem CRM System. Ersteres hat den Vorteil, dass man bevor man den berühmten Button Lastschrift anklickt, sich noch einmal zwingt, Korrektur zu lesen. Wie schnell ist durch ein Tippfehler aus einem Betrag von 99,95 € der Betrag von 995,50 € geworden? Welcher Kunde ist dann nicht sichtlich verärgert, wenn mit einem Male so rund 1.000 Euro auf dem Konto fehlen?

Gleiches betrifft das manuelle Übertragen der Bestelldaten. So zwingt man sich selbst, noch einmal wirklich die gesamte Bestellung zu lesen. Individuelle Wünsche des Kunden, die sich im Bemerkungsfeld befinden, werden so jedenfalls nicht übersehen. Dieses scheinbar unwirtschaftliche, weil sehr Zeit intensive Verfahren, zahlt sich später aus.

Denn in dem Moment, wo die Bestelldaten in unser Haus eigenes CRM übertragen wurden, sind diese beliebig nutzbar. Wir können über Jahre nachvollziehen, wer wann was bestellte und welche Dokumente diesbezüglich entstanden. Es ist für uns kein Problem, schnell auf eine Ersatzteilanfrage zu reagieren. Denn die Trefferwahrscheinlichkeit bei Recherchen ist einfach größer. Ähnlich verhält es sich mit individellen Kunden Konditionen und allem, was eben ein CRM so ausmacht.

Warum ist ein Backup Service notwendig?

Immer wieder kommt es zu Datenverlusten und meist ist der Katzenjammer genau dann am größten, wenn es mal wieder so richtig gescheppert hat.

 Dabei muss es oft nicht zwingend ein hoch komplizierter Wartungsvertrag sein, den Sie mit Ihrem IT Dienstleister abgeschlossen haben. Oft reicht ein ganz normaler Backup Service aus. Was verstehen wir darunter?

  • Gemeinsam mit Ihnen definieren wir automatisierte Backups der Datenbestände Ihres Hauses.
  • Wir überwachen in Ihrem Auftrag per Fernwartung, ob die definierten Backup Routinen auch wirklich regelmässig fehlerfrei ausgeführt werden.
  • Wir stimmen mit Ihnen Termine ab, an denen regelmässig die Fehlerfreiheit Ihres Backups in Form von Restores inkl. Prüfung der Datenkonsistenz geprüft wird.
  • Die Kosten des Backup Service werden im Rahmen einer SOLL - IST Analyse mit Ihnen abgestimmt.

Dies ist ein sehr einfaches und erprobtes Verfahren, welches wir nun schon viele Jahre selbst praktizieren.

Für und Wider der EFRE & ESF Förderung

Die Europäische Union stellt ihren Mitgliedsländern über den Europäischen Fond zur für regionale Entwicklung (EFRE) sowie den Europäischen Sozialfond (ESF) öffentliche Steuermittel zur Projektfinanzierung zur Verfügung. Ansinnen beider Fonds ist es letztlich regionale Wirtschaftsförderung zu betreiben. Kurz vor Weihnachten erlebten wir zwei diesbezügliche Beispiele, die verschiedener nicht sein könnten.

Vor wenigen Wochen entstand ein Kontakt zu dem uns bis dahin nicht bekannten Naturecraft.fi Netzwerk aus Finnland. Naturecraft.fi ist ein aus ESF Mitteln gefördertes Projekt der EU und dient dazu, vor allem kleinen finnischen Herstellern einen Marktzugang innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu ermöglichen. So zogen zwei Vertreterinnen der Deutsch - Finnischen Handelskammer aus Helsinki durch Deutschland, um potentielle Wiederverkäufer finnischer Produkte zu rekrutieren. Für uns nahe liegend, dass wir spontan den Kontakt zu ihnen suchten und trotz des üblichen Weihnachtsstresses auf unserem Manufakturwaren.eu die ersten Produkte von Herstellern des Naturecraft.fi Netzwerkes aufnahmen. Die Begeisterung der finnischen Kolleginnen und Kollegen war einfach ansteckend. Haben sie doch auch wirklich gute Produkte, die selbstredend für Finnland und seine reiche Tradition stehen. So etwas nennen wir gelungenes Networking, wie das neudeutsch so schön heißt. Selbsterklärend auch, dass dies eine echte Erfolgsgeschichte, eine echte Success Story wird. Denn auch mit uns befreundete Geschäftspartner waren sehr angenehm von dem Engangemant aus Finnland überrascht. Das dabei ausschließlich Deutsch gesprochen wurde, sei nur nebenbei bemerkt. Darauf angesprochen bemerkten die finnischen Kolleginnen, dass ihnen schon klar ist, dass Finnisch eben eine a) schwer zu lernende Sprache ist und b) es eben für sie das Normalste der Welt ist, im Zielland die dortige Sprache zu sprechen. Wer in Deutschland verkaufen will, spricht eben nun einmal zweckmässigerweise Deutsch und wer in der Türkei verkaufen will, sollte dort logischerweise Türkisch sprechen. So einfach ist die Welt.

Genau das Gegenteil erlebten wir kurz vor Weihnachten in einem aus EFRE Mitteln geförderten Projekt aus Nordrhein Westfalen (NRW). Dort brachte es ein Arbeitgeber über einen Zeitraum von rund 18 Monaten fertig, seinen Angestellten permanent unregelmässig Gehalt zu zahlen. Mehrfach standen zwei aufeinanderfolgende Monatsgehälter aus. Da nun einmal die Gehaltszahlung einer der Hauptpflichten des Arbeitgebers ist, dieser aber seiner Hautpflicht nicht nachkam, entstand der äußerst seltene Fall der fristlosen Kündigung durch den Arbeitnehmer. Wie weit muss sich jemand in die Enge getrieben fühlen, wenn er quasi freiwillig den Weg in die Arbeitslosigkeit geht? Ist in diesem Kontext nicht die Frage gerechtfertigt, wie zuständige Behörden ihrer Aufsichtspflicht nachkamen? Irgend jemand muss ja den EFRE Förderbescheid bewilligt haben. Irgend jemand muss sich doch vor Projektbeginn von der Seriösität des EFRE Antragstellers überzeugt haben? Irgend jemand muss doch auch während des EFRE Projektes die Projektabrechnungen kontrolliert haben? Wie kann es bitte schön sein, dass niemanden der vielen Kontrolleure auffällt, dass von Projektbeginn an, unregelmässig Gehalt gezahlt wurde? Welchen Sinn haben die unendlich vielen im Rahmen der Beantragung von EFRE Mitteln notwendigen Formulare, wenn so etwas passiert? Welchen Sinn haben die scheinbar tausend und eine Einrichtung, die sich im Bundesland NRW mit dem Thema EFRE beschäftigt? Fragen über Fragen, die es anscheinend bei Naturecraft.fi nicht zu geben scheint.

Auch aus Schweden ist uns bekannt, dass ESF und EFRE Projekte wesentlich stressfreier und vor allem Ziel führender über die Bühne gehen. Auch hier gibt es wie in Finnland einen Ansprechpartner, über den alles läuft. Denn dass viele Köche den Brei verderben ist ja nun weiß Gott eine uralte Weisheit.

So könnten beide Projekte, Naturecraft.fi und EFRE in NRW nicht sein! Das ESF Projekt Naturecraft.fi ist bis dato seinen Weg gegangen und wird ihn selbstverständlich im Jahr 2012 weiter gehen. Wir sind dankbar, dass wir Naturecraft.fi im Jahr 2012 ein Stück begleiten dürfen. Besagtes EFRE Projekt wird sehr wahrscheinlich plötzlich abrupt enden. Es besteht kurz vor dem Jahresende 2011 nur noch aus many chiefs not enough indians, sprich nur noch Chefs und keine Arbeitsbienen. Was nützt im schönen Bundesland Nordrhein Westfalen (NRW) das beste EFRE geförderte Forschungs-und Entwicklungsprojekt dieser Welt, wenn die im Rahmen von FuE tätigen Entwickler abgängig sind? Welcher Programmierer dieser Welt ist denn unter diesen Vorzeichen in der Lage und vor allem willens, nahtlos mitten in ein Projekt einzusteigen? Wie sagt der Volksmund immer so schön? Andere Mütter haben auch schöne Töchter! Dass gut ausgebildete IT Fachleute bundesweit gesucht sind, hat sich anscheinend noch nicht bis an den Rhein herum gesprochen. Sonst wäre man dort nicht mit den Programmierern so umgegangen. Sonst hätten sehr wahrscheinlich auch zuständige Behörden des Bundeslandes Nordrhein Westfalen (NRW) bei der Mittelverwendung genauer hin gesehen.

Wie können Webshops regionale Wirtschaftsförderung beeinflussen?

Webshops sind vielleicht das Mittel, um mit äußerst geringem Budget ein Maximum der regionalen Wirtschaftsförderung zu erreichen. Denn es ist sehr einfach mittels Webshops regionale Produkte und Dienstleistungen international zu vermarkten. Jedes noch so kleine Unternehmen kann mittels eines Webshops sofort weltweit agieren. Entscheidend ist nur die Sprache, in dem es seine Produkte oder Dienstleistungen anbietet.

Fasst man jetzt Hersteller einer Region unter einem einprägsamen Namen wie bspw. BerlinProducts.eu zusammen, dann erlangen diese allein durch den Namen einen Marketingvorteil. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass BerlinProducts.eu bei allen Berlin relevanten Suchläufen sehr weit oben angezeigt wird, ist sehr hoch. Dieses Beispiel BerlinProducts.eu ist auf jede andere Region Deutschlands anwendbar.

Was so einfach klingt, ist aber in der Praxis nicht immer so einfach realisierbar. Hier kommt es vor allem darauf an, Hersteller zur Zusammenarbeit zu motivieren. Wir erleben immer wieder, das hier genau der Hase in seinem berühmten Pfeffer liegt. Oft wissen Hersteller ganz genau was gerade auf dem anderen Ende der Welt aktuell ist. Aber den Blick über den Tellerrand in Nachbars Garten verwehren sie sich selbst aus welchen Gründen auch immer.

Ein weiterer Grund, warum gerade in Deutschland in schöner Regelmässigkeit regionale Wirtschaftsförderung scheitert, liegt unserer Meinung nach daran, dass eben einfach zu viele Köche den berühmten Brei verderben. Betrachten wir jetzt am Jahresende 2011 die letzten fünf Jahre, dann haben wir im Zeitraum 2006 bis 2008 erlebt, dass man zwar zum Thema regionale Wirtschaftsförderung im Land Brandenburg sehr schnell sehr viele Menschen kennenlernen kann. Nur gebracht hat dies alles nichts.

Unsere skandinavischen Nachbarn dagegen gehen mit dem Thema regionale Wirtschaftsförderung viel pragmatischer um. Seit Anfang 2009 bieten einen großen Teil von Waren an, die in Lappland hergestellt werden. Seit Anfang 2011 sind wir sehr engagiert im schwedischen Landkreis Nybro unterwegs. Vor wenigen Tagen lernten wir Manager des finnischen Naturecraft Verbundes kennen. In all diesen drei Fällen erlebten wir immer wieder eines: Es wird sehr Ziel orientiert und vor allem politisch vollkommen unvoreingenommen im Interesse der Sache nach einer Lösung gesucht. Politische Spielerchen, wie wir sie erst kürzlich auch in einem Projekt in Nordrhein Westfalen erlebten, sind den Nordlichtern fremd

Durch diese damit automatisch einhergehende sehr einfache und vor allem absolut transparente Organisation und sich daraus ableitender Kommunikation, wird natürlich die Kunde - Händler - Lieferantenbeziehung sehr effizient. Davon profitiert in erster Linie der Kunde. Und das soll er ja auch. Denn ohne ihn bleiben die besten Ideen regionaler Wirtschaftsförderung Utopie.

Haben manche Hersteller wegen Reichtum geschlossen?

Diese Frage kam uns unweigerlich in den Sinn, als wir dieser Tage bei einem altehrwürdigen deutschen Unternehmen einkaufen wollten. Eigentlich dachten wir, dass nun langsam auch das letzte deutsche Unternehmen begriffen haben müsste, dass Mindestabnahmemengen und überbordende Gebühren alles andere als Ziel führend sind, um gemeinsam das Geschäft voran zu treiben.

Besagtes Unternehmen brachte es wirklich fertig, bei einer Versandstrecke von rund 300 km zu uns, folgende Gebühren hochzurechnen:

  • 10 € Gebühr für das Verpacken und
  • 12 € Versand mit DHL
Macht zusammen 22 € Nebenkosten. Ein stolzer Betrag, wenn man dazu die Entfernung von nur 300 km betrachtet. Auf derartig unsinnige Ideen sind unsere skandinavischen Lieferanten wirklich noch nicht gekommen. 

Einfluss der Bildersuche auf das Kaufverhalten

Viele Kunden suchen heute im Web über die Bildersuche der Suchmaschinen. Da man bekanntlich sehr schwer aus der beliebigen Anzahl Pixel eines Bildes auf dessen Inhalt schliessen kann, werten die Suchmaschinen nichts anderes aus, als den Dateinamen des Bildes.

D.h. hier können Sie recht einfach, ohne viel Geld zu bezahlen, selbst Einfluss nehmen. Es ist nun einmal ein Unterschied, ob Sie die Herstellernummer 4712 als Dateinamen benutzen oder im Dateinamen steht, um welches Produkt es sich handelt.

Die Wahrscheinlichkeit ist einfach höher, dass sie bei sprechenden Dateinamen besser gefunden werden. Denn im Regelfall suchen doch recht wenige Kunden nach Artikeln mit der Nummer 4712.

Risiken und Nebenwirkungen fehlender Softwaredokumentation

Das Thema Softwaredokumentation ist in vielen IT Projekten eines der Reizworte schlecht hin. Legt man dem Auftraggeber die Projektkalkulation vor, dann fällt die für Softwaredokumentation geplante Zeit in schöner Regelmässigkeit als erstes dem Rotstift zum Opfer. Welche Auswirkungen dies haben kann, erlebten wir gerade.

In einem uns bekannten Unternehmen gingen plötzlich die Entwickler von Bord. Die Gründe dafür sind an dieser Stelle sekundär.

Da über einen Zeitraum von rund 18 Monaten regelmässig Zeiten für Softwaredokumentation dem Rotstift anheim fielen, hat besagtes Unternehmen jetzt ein Problem. Denn es gibt schlicht weg keine Softwaredokumentation. Es gibt nur eine Liste mit den üblichen Accounts.

Nur kann damit niemand wirklich etwas anfangen. Denn sie geben weder eine Auskunft über das Datenmodell und daraus resultierende Datenbanken, deren Tabellen samt Feldern. Noch gibt sie eine Auskunft darüber, wie denn bitte schön diese Datenbank angesteuert wird und was die einzelnen Softwaremodule denn so tun. Einfach dumm gelaufen kann man da nur sagen. Mit einer ordentlichen Softwaredokumentation wäre das nicht passiert.

Auf den richtigen Sortimentsaufbau kommt es an

Ein zweckmässiger Sortimentsaufbau ist das A und O eines erfolgreichen Webshops. Nun gut, dieser Lehrsatz gilt für den Händler an der Ecke auch.

Was ist aber im Web zu beachten?

Der kleine aber sehr feine Unterschied besteht darin, dass der Händler an der Ecke viel mehr Verkaufsanreize setzen kann, als Sie mit Ihrem Webshop. Als Webshopbetreiber haben Sie nur den Bildschirm und den Lautsprecher, um den Kunden von Ihrem Sortiment zu überzeugen. Also kommt es darauf an, beide richtig einzusetzen.

Welchen Sinn haben Wortwolken?

Wortwolken sind nichts anderes als die automatisierte Zusammenfassung mehrere Worte zu einem bestimmten Thema. Sie entstehen automatisch auf Basis der von Ihnen eingepflegten Artikeltexte und geben letztlich nichts anderes, als die Häufigkeit des Vorkommens einzelner Worte wieder.

Führen Sie bspw. in Ihrem Webshop Golfzubehör oder Golfbekleidung, wie wir es auf IvanhoeofSweden.de tun, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Crawler einer Suchmaschine Ihren Artikelbestand eher der Kategorie Golfsport zuordnet, als Ihren online Shop der Thematik Automobil zuzuordnen. Bieten Sie dagegen über das Internet Autos verschiedener Marken an und haben eine ausreichende Anzahl Vokswagen Golf in Ihrem Sortiment, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Suchmaschine Ihren online shop der Kategorie Automobil zuordnet.

D.h. Sie beeinflussen mit jedem Wort, welches Sie in einer beliebigen Artikelbeschreibung benutzen, das Verhalten der Suchmaschine. Der Einzige, der die Artikeltexte aber schreibt, sind Sie.

Sinn und Zweck von Linknetzwerken

Diese Frage stellten wir uns in den letzten Jahren immer wieder. Welche Webshopbetreiber kennt nicht Mails dieser Art:

"Anfrage für eine Linkkooperation

 

Guten Tag, mein Name ist ..., ich bin bei uns für den Linkaufbau zuständig. Entscheidendes Kriterium bei der Bewertung einer Internetseite durch Suchmaschinen ist Qualität als auch Quantität der Websites, die auf diese Seite verlinken. Gerne möchte ich Ihnen daher eine Linkkooperation anbieten. In unserem Portfolio gibt es einige Websites, die thematisch sehr gut zu Ihrer Domain passen...." usw. usf.

Im Regelfall wird dann noch darauf verwiesen, dass dies natürlich kostenfrei ist. Fragt man dann nach Referenzen etc. stellt man sehr schnell fest, man hätte sich diese sparen können.

Bleibt die Frage:

Haben Linknetzwerke Sinn?

Definitiv ja, können wir uneingschränkt sagen. Aber wie alles im Leben steht die Frage des wie? Wir haben uns angewöhnt auf automatisierte Anfragen, wie sie oben zu sehen sind, gar nicht mehr zu reagieren. Viel mehr investieren wir Zeit in den Aufbau eines eigegen Linknetzwerkes, welches unserem Thema dient. Egal ob Sie auf BalticProducts.eu, Manufakturwaren.eu, IvanhoeofSweden.de oder Renleder.de schauen, Sie finden immer im unteren Bereich der Startseite einen Bereich in dem wir zu Geschäftspartnern verlinken und diese das zu uns tun.

Was ist anders an unseren Linknetzwerken?

Anders ist der Themenbezug. Denn die Suchmaschinen werten diesen mittlerweile aus. Der Themenbezug ergibt sich aus Ihrem Sortiment. Wenn Sie bspw. Angelzubehör anbieten, dann sind Anbieter von Angelreisen potentielle Linkpartner. Beide haben etwas mit Angeln zu tun. Wenn Sie Jagdzubehör anbieten, dann sind bspw. Jagdvereine potentielle Linkpartner. Diese Analogie können Sie unendlich weiter führen.

D.h. es hat absolut keinen Sinn, Mitglied in automatisierten Linknetzwerken zu werden, wie sie mit o. g. Mail signalisiert werden. Im Gegenteil: Die Mitgliedschaft dort kann kontraproduktiv werden. Denn die Suchmaschinen erkennen mittlerweile sehr genau, ob Sie in einem riesengroßen Linkppol gelandet sind oder sie gezielt Themen bezogen verlinken. D.h. ein diesbezügliches Investment können Sie sich eigentlich sparen. Dieses Geld ist im Schreiben ausdrucksstarker Artikeltexte oder dem Erstellen von YouTube Filmen wesentlich besser angelegt.

Wenn dann noch so sinnige Verkaufsargumente am Telefon genannt werden wie: "Wir haben Zugang zu Linknetzwerken, wo Sie als normal Sterblicher gar keinen Zugang haben", dann sollten Sie spätestens jetzt den Hörer auflegen. D.h. nämlich im Klartext, Sie haben die Arbeit auf Ihrer Homepage zu Hinz und Kunz zu verlinken und landen selbst in einer Linkfarm, die ggf. Ihr Ranking nach unten ziehen kann.